Die Fossilien von Solnhofen

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Wo dürfen Fossilien gesucht werden?


Selber auf die Suche nach Fossilien zu gehen ist wohl mit das Spannendste, was man sich vorstellen kann. Aus diesem Grunde wurden von den Gemeinden Solnhofen, Eichstätt und Mörnsheim Hobbysteinbrüche eingerichtet, in denen man gegen eine kleine Gebühr sammeln darf.



Hobbysteinbruch Eichstätt - Bild © M.Sauter

In Eichstätt befindet sich dieser Bruch auf dem Blumenberg / Harthof. Dieser ist aufgrund der sehr guten Beschilderung leicht zu finden. Auskunft erteilt das Informationszentrum Naturpark Altmühltal in Eichstätt.



Hobbysteinbruch Untere Haardt - Bild © M.Sauter

In Solnhofen steht der Hobbysteinbruch "Untere Haardt" zur Verfügung. Auskunft erteilt die Gemeinde Solnhofen. (Nähere Auskünfte im Bürgermeister Müller Museum)



Fossilienerlebnisplatz Apfeltal - Bild © M.Sauter

In der Nähe von Mörnsheim steht der Fossilienerlebnisplatz Apfeltal zum Sammeln zur Verfügung. Vom Parkplatz aus führt eine ca. 1,5 lange Wegstrecke zum Steinbruch. Interessanterweise werden auf verschiedenen Infotafeln auf dem Weg die Entstehung und Verwendung der Plattenkalke sowie weitere Informationen über die Fossilien dem Interessierten näher gebracht. Auskunft erteilt auch hier die Gemeinde Solnhofen oder das Informationszentrum Naturpark Altmühltal.



Werkzeug:



Als Werkzeug benötigt man für das erste einen Hammer und einen Flachmeißel. Diese können meist vor Ort ausgeliehen werden (bitte erfragen). Schutzhandschuhe sind ebenfalls zu empfehlen um eventuelle Fehlschläge mit dem Hammer nicht zu einer schmerzhaften Erfahrung werden zu lassen. Eine Schutzbrille kann von Vorteil sein um sich vor wegfliegenden (meist scharfkantigen) Steinteilchen zu schützen. Zum Einpacken eventueller Funde empfiehlt sich noch etwas Zeitungspapier. Festes Schuhwerk und dem Wetter entsprechende Kleidung (es kann sehr heiß werden im Steinbruch - auch auf Sonnenschutz achten) runden die Ausrüstung ab.



Verhaltensregeln und Sicherheit:



Beim Suchen sollte man einige Regeln beachten um die Sicherheit zu gewährleisten. Oftmals sind in den Steinbrüchen Steilwände und steile Schutthalden, diese sollten (gerade mit Kindern) nicht betreten werden. Den abgetragenen Steinschutt beiseite legen und nicht mutwillig größere Platten zerstören. Dadurch kann man den Schutt minimieren und dieser liegt nicht auf den Schichten, in denen man suchen will. Sollten andere Sammler im Bruch sein, lassen Sie etwas Abstand zu diesen. Selbstverständlich sollte es sein, eventuellen Müll (Brotzeit, Flaschen etc.) wieder aus dem Steinbruch mitzunehmen.



Bitte unbedingt zusätzlich die Platzregeln beachten.



Welche Fossilien kann man finden:



In der Regel kann man auf jeden Fall kleinere Fossilien finden. So z.B. die freischwimmende Seelilie Saccocoma, kleinere Ammoniten oder auch kleinere Knochenfische wie z.B. Leptolepides. Pseudofossilien (Dendriten) und Mineralien (Kalzite) können natürlich auch gefunden werden. Mit etwas Glück kann man aber durchaus auch einen größeren Fisch oder Schwimmkrebs finden, wenngleich es natürlich keine Garantie dafür gibt.



Achtung:



Bitte betreten Sie keine bewirtschafteten Brüche!



Es gibt in der Region viele bewirtschaftete Brüche und meist sehen es die Bruchbesitzer (schon aus versicherungstechnischen Gründen) nicht gerne, wenn man in diese zum Suchen geht. Auch ist es mit Kindern zum Teil recht gefährlich, da diese Brüche Steilkanten von mehreren Metern haben können und auf dem Platten - Abraum kann man recht schnell ins Rutschen kommen.


Das Vorwort im Buch "Die Plattenkalke von Schernfeld (Kreis Eichstätt)" von Röper & Rothgaenger spricht nicht umsonst von Diebstahl und Hehlerei, denn die Fossilien sind Eigentum der Steinbruchbesitzer.

Martin Sauter


  

Die Urheberrechte des Bildmaterials liegen bei den jeweiligen Besitzern der Rechte. © bei den Autoren.
Gestaltung und Design © Martin Sauter