Die Fossilien von Solnhofen

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Die Geologie des klassischen Solnhofener Schiefers

Die Beschreibung der Geologie beinhaltet hier nur das Schichtprofil des klassischen Solnhofener Schiefers, auf alle anderen Fundorte kann hier nicht eingegangen werden. Solnhofen und Eichstätt sind über die A9 gut zu erreichen. Inmitten des Naturparks Altmühltal gelegen besticht die Gegend neben den Fossilvorkommen auch durch eine wunderschöne Landschaft.



Die klassischen Solnhofener Schichten wurden nach Schätzungen während eines Zeitraumes von ca. 500.000 Jahren abgelagert. Dieser Zeitraum ist, geologisch betrachtet, recht kurz - auch wenn es uns als Menschen sehr lange vorkommen mag.

Über den Solnhofener Schichten liegen die Rennertshofener und Usseltalschichten, gefolgt von einzeln vorkommenden Kreidezeitlichen Sanden und Tone. Diese sind meist erodiert so dass diese nur vereinzelt vorkommen.

Darüber befinden sich Schichten aus dem Tertiär (eingeschwemmte Süsswassermolasse) sowie die sog. Bunte Brekzie, auch als Ries-Gries bezeichnet. Diese Schichten stammen vom Impakt des Ries Meteoriten vor ca. 15,2 Millionen Jahren.

Die Solnhofener Schichten selber werden nach oben hin von der so genannten Hangenden Krummen Lage abgeschlossen. Dies sind gleitgefaltete Schichten. Die oberen und unteren Solnhofener Schichten werden durch die Trennende Krumme Lage getrennt. Nach unten hin mehrt sich der fäulenreiche Plattenkalk und wird abgeschlossen durch den Übergang zu Bankigen Kalken.

Generell kann man im Solnhofener Plattenkalk zwei verschiedene Arten von Schiefer unterscheiden, nämlich die so genannten Flinze und die Fäulen. Während die Flinze zum Teil sehr hart sind und aus ca. 97% Calciumkarbonat (kohlensaurer Kalk, CaCo3) bestehen können die Fäulen ziemlich weich sein. Diese haben nur einen ca. 80% Anteil Calciumkarbonat. Daneben finden sich Tonmineralien, Quarz, Magnesium und andere Mineralien in geringen Protzentsatz.

Von wirtschaftlichem Interesse sind nur die Flinze, da diese aufgrund der Härte weiterverarbeitet werden, wohingegen die Fäulen schnell verwittern und meist maschinell abgetragen auf Halde lagern oder der Betonverarbeitung zugeführt werden. Die in den Fäulen vorkommenden Fossilien gehen dabei meist verloren.



Unter den Solnhofener Schichten finden sich die Röglinger Bankkalke, gefolgt von ca. 60 Metern tafelbankige Kalke und Dolomite, die sogenannte Schwammrasen-Fazies. Nur in der Gegend um Dollnstein werden diese von ca. 20 Meter mächtigen hellen Bankkalken überlagert.

Unter der Schwammrasenfazies liegt der Treuchtlinger Marmor, welcher abgebaut und als Fensterbänke, Treppen und Fließen Verwendung findet. Schön zu sehen ist der Übergang von Schwammrasen zu Treuchtlinger Marmor an der Burg Pappenheim (Burggarten).

Unter den Schichten des Treuchtlinger Marmors finden sich Mergelkalke, unterbrochen vom so genannten Werkkalk. Abschließend zu diesen Schichten ist eine Glaukonitbank zu finden.

Martin Sauter


  

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Gestaltung und Design © Martin Sauter